Literarische Programme

Rezitation, Gesang, verschiedene Instrumente

  • Rinaldo Rinaldini

    • Eine Räubergeschichte und
      Romanzen, Moritaten und Schnulzen

      Rinaldo Rinaldini (erschienen erstmals 1799) von C. A. Vulpius war einer der populärsten deutschsprachigen Unterhaltungsromane des 19. Jahrhunderts.
      Einen wichtigen Platz nehmen in diesem Roman, der (mit altertümlicher Sprechkunst) in Ausschnitten vorgestellt wird, musikalische Einschübe wie Moritaten, Romanzen und Balladen ein, die teilweise in der Originalmelodie sowie in Bänkelsängermelodien der Zeit vorgetragen werden und eine kleine Vorstellung davon bringen können, wie es im Hoftheater in Weimar, in dem Vulpius Chefdramaturg und Johann Wolfgang von Goethe Direktor war, um 1800 geklungen haben mag...
      Ein absolut ungewöhnlicher, fesselnder und auch musikalisch überraschender Abend!
      Eberhard Kummer und Ulrike Bergmann
      (Rezitation, Gesang, Drehleiern, Gitarre)

  • Die Courasche

    • Ausführliche und wundersame Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche
      Die „Ausführliche und wundersame Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche“ ist ein buntes, ungeschöntes Bild der Lebens-wirklichkeit der „kleinen“ Leute, der Fahrenden, der Unbehausten, wie Hans Jacob Christoph von Grimmelshausen sie um 1670 zu Papier gebracht hat.
      Noch dazu mit einer Frau als Protagonistin, die sich um einen reputierlichen Lebenswandel nie viel geschert hat, nie viel scheren konnte, die als alternde Frau all ihre Erlebnisse aus der Retrospektive Revue passieren lässt: Aufgewachsen unter Landsknechten und Offizieren als einzige Frau, später Marketenderin, allein unter Hunderten von Soldaten, x-mal verheiratet, dann Königin der Zigeuner und aller Männer und Frauen, die ausgestoßen und heruntergekommen in den Wäldern lebten.
      Einzelne Episoden dieser atemberaubenden Lebensgeschichte werden ergänzt durch Lieder der Zeit: Durch Lieder vom Krieg, von der Liebe, der Trauer, von großen und kleinen Listen, die allesamt auf ihre Weise wie durch kleine Fenster Einblicke in den Alltag der Menschen geben und deren Leben widerspiegeln.
      Ulrike Bergmann
      (Rezitation, Gesang, Drehleier)

  • Der Pfaffe Amis

    • Schwänke aus dem Hochmittelalter vom Stricker
      mit Liedern aus den Carmina Burana

      Der gerissene Pfaffe Amis nutzt mit immer neuen Tricks und amüsanten Ideen die Dummheit seiner Mitmenschen aus, um an deren Geld zu kommen. Dieser mittelalterliche Schwankroman gilt als Vorläufer von Till Eulenspiegel.
      Einige ausgewählte Geschichten werden in mittelalterlicher Vortragskunst, nämlich durch „Singen und Sagen“ vorgetragen.
      Dazu erklingen Lieder aus den Carmina Burana, gesungen und begleitet von Drehleier und Schoßharfe zu den mitreißenden mittelalterlichen Original- bzw. in Parallelhandschriften überlieferten Melodien. Es erwartet Sie ein unterhaltsamer unbeschwerter Abend, der Sie in eine aufregende literarische und musikalische Welt entführt!
      Ulrike Bergmann und Eberhard Kummer
      (Rezitation, Gesang, Schoßharfe und Drehleier)

  • Der Hirtenbub ist doch nur Schuld daran

    • Texte und Lieder vom Krieg
      Auszüge aus Feldpostbriefen und Kriegstagebüchern, die den Alltag an der Front aus der Sicht der „kleinen“ Leute schildern, stehen im Wechsel mit Liedern zum selben Thema.
      „Der Hirtenbub ist doch nur schuld daran“ ist der Volksballade „Zu Straßburg auf der Schanz“ entnommen und spielt auf die sog. Schweizer Krankheit an, das unendliche Heimweh armer Bauernbuben, die als Soldaten verkauft wurden und in der Fremde ihren Dienst tun mussten.
      Der zeitliche Bogen spannt sich ungefähr von 1800 bis 1918.
      Das ist ein sehr inniges und auch intimes Programm, das alle diejenigen zutiefst berühren wird, die den Frieden lieben!
      Ulrike Bergmann
      (Rezitation, Gesang und Drehleier)

  • Drei Raben saßen auf einem Baum

    • Schottische Balladen und ausgewählte Texte aus „Waverley“ (Hochlandräuber) von Sir Walter Scott
      Archetypische Geschichten von Freud und Leid, Liebe und Hass, Rache und Mord erzählen die alten schottischen Balladen, die 1862 in einer Liedersammlung von dem dänischen Musiker und Volksliedsammler A. P. Berggreen herausgegeben wurden.
      Eberhard Kummer hat zusammen mit Ulrike Bergmann einige davon ins Deutsche übertragen. Gemeinsam werden sie versuchen, sie wieder zum Klang der keltischen Schoßharfe und Drehleier zum Leben zu erwecken.
      Das Publikum ist wie immer eingeladen, Refrains mitzusingen oder mitzusummen.
      Der spannende Roman „Waverley“ behandelt das Schottland des 18. Jahrhunderts, in welchem die Macht von Clans und adeligen Grundbesitzern ausgeübt wurde, die bei ihren Auseinandersetzungen untereinander und gegenüber den Bewohnern der Midlands in ihren Methoden nicht gerade zimperlich waren...
      Ein Abend, der in eine wilde, weitgehend unbekannte Welt entführt, die aber so entfernt auch wieder nicht ist, wenn man bedenkt, dass auch unsere Vorfahren zum Teil Kelten waren...
      Ulrike Bergmann und Eberhrad Kummer
      (Rezitation, Gesang, Schoßharfe und Drehleier)

  • Alles wie bei uns...

    • Texte aus Feldpostbriefen aus dem 1. Weltkrieg und Lieder vom Krieg
      Der Ausbruch dieses schrecklichen Krieges jährt sich Anfang August 2014 zum hundertsten Mal - ein Grund zum Innehalten und Gedenken!
      Ulrike Bergmann hat Texte aus Feldpostbriefen des 1. Weltkriegs ausgewählt, die sie vortragen wird.
      Es sind äußerst berührende Texte, die den Kriegsalltag an der Westfront aus der Sicht der „kleinen“ Leute schildern. Dazwischen sind Volkslieder und Volksballaden, die sich mit dem Thema Krieg auseinandersetzen, aber auch Soldatenlieder - mit der Stimme einer Frau und aus dem Herzen einer Mutter - zu hören. Das Begleitinstrument ist eine ungarische Bassdrehleier.
      Der Titel „Alles wie bei uns...“ ist dem Brief eines jungen Theologiestudenten entnommen, der Anfang November 1914 davon berichtet, was er in Briefen gefallener französischer Soldaten gelesen hat.
      Das ist ein sehr inniges und auch intimes Programm, das alle diejenigen zutiefst berühren wird, die den Frieden lieben.
      Dauer ca. 80 Minuten
      Ulrike Bergmann
      (Rezitation, Gesang und Drehleier)

  • Decameron von Boccacchio

    • Geschichten aus dem Decameron und Musik aus dem Trecento
      „Es ist noch nicht lange her...“ Damit beginnt eine der Geschichten aus dem Decameron von Giovanni di Boccaccio aus dem Jahre 1348.
      Die große Pest hat soeben das Land mit Schrecken und Tod überzogen. Zehn junge Leute, von vornehmer Abstammung, haben sich aus der Stadt in ein Landhaus zurückgezogen und machen das Beste aus der trostlosen Situation: Sie erzählen sich Geschichten.
      Von den insgesamt 100 Geschichten des Decameron werden fünf an diesem Abend vorgestellt, gelesen und rezitiert von Ulrike Bergmann und Eberhard Kummer.
      Es sind heiter-erotische ebenso dabei wie nachdenklich-ernste.
      Und in der Tat, wenn man ihnen lauscht, merkt man schnell, dass sie in ihren Aussagen höchst aktuell sind: allgemein menschlich nämlich. Nur der Blickwinkel ist ein anderer, ein spätmittelalterlicher eben.
      Am Abend zerstreuen sich die Erzählerinnen und Erzähler des Decameron, indem sie zu aufgespielter Musik tanzen. Und so ertönt auch zwischen den einzelnen Geschichten italienische Tanzmusik aus der Zeit um 1400, aufgespielt mit der Drehleier, der Schoßharfe und verschiedenen Flöten.
      Dauer ca. 80 Minuten
      Ulrike Bergmann und Eberhard Kummer

  • Parzival von Wolfram von Eschenbach

    • Eine Geschichte aus dem Mittelalter mit Happy End
      Wolfram von Eschenbach ist in Franken geboren und hat zumindest einen Teil seines Lebens hier in Franken verbracht. Sein großer Roman Parzival, der daher immer wieder konkrete Bezüge zu Orten oder Personen in Franken herstellt, ist vermutlich im ersten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts entstanden.
      Im Mittelpunkt steht Parzival, ein Ritter, groß und stark, voller Kampfbegeisterung und Tatendrang.
      Als ganz junger Mann bricht er auf, um auf Ritterfahrt zu gehen, um sich im Kampf mit anderen Rittern zu beweisen. Eine Fülle von Erlebnissen und Abenteuern liegt nun auf seinem Weg.
      Ulrike Bergmann stellt diesen faszinierenden mittelalterlichen Roman, der wie kaum ein anderes Werk die Menschen seiner Zeit bewegt und begeistert hat, in Auszügen vor. Sie führt ein in Zeit und Werk und erweckt durch Singen und Sagen Teile daraus wieder zum Leben, so wie es mittelalterliche Dichter gefordert haben.
      Tauchen Sie ein in dieses mittelalterliche Meisterwerk!
      Dauer ca. 90 Minuten
      Ulrike Bergmann
      (Vortrag, Rezitation, Gesang und Drehleier)